Bericht zur Ehrenamtsgala 2020

Sie agieren unentgeltlich. Sie setzen sich für andere Menschen ein, auf ganz verschiedene Weise. Sie geben für die Gesellschaft. Ohne sie würde in vielen Bereichen nichts gehen - im Vereinsleben, bei sozialen Einrichtungen wie der Tafel, in Altenheimen, bei kirchlichen Veranstaltungen und in vielen, vielen Bereichen mehr sind sie nicht wegzudenken. Die Rede ist von Ehrenamtlichen. Gerade erst wurde am 5. Dezember 2020 der Internationale Tag des Ehrenamts begangen. Eine gute Gelegenheit darüber zu sprechen, wie auch unser Verein, der Harzer Schwimmverein 2002, durch das Ehrenamt lebt. Dass alle Trainer und Betreuer ehrenamtlich tätig sind und neben ihren Berufen das Vereinsleben fördern, das Training sicherstellen und Veranstaltungen auf die Beine stellen, aber auch die administrative Arbeit im Hintergrund leisten, ist natürlich den meisten Vereinsmitgliedern bewusst. Auch in der Öffentlichkeit steigt die Wahrnehmung für das Ehrenamt. So veranstaltet der Kreis-, Kinder- und Jugendring Harz alljährlich eine Ehrenamtsgala zu Ehren der „stillen“ Helfer. Jeder kann dort Personen vorschlagen, die ehrenamtlich tätig sind und geehrt werden sollten. In einer Festveranstaltung im Klubhaus Thale erfolgt dann die Ehrung. Auch der Harzer Schwimmverein 2002 hat, stellvertretend für die vielen Helfer, drei Vorschläge eingereicht. Leider fiel auch die diesjährige Festveranstaltung Corona zum Opfer, umso wichtiger ist es auch uns unsere drei „stillen“ Helfer vorzustellen:

In der Kategorie Sport haben wurde dieses Jahr Conny Schrader eingereicht. Zugegeben – still ist Conny am Beckenrand nicht unbedingt – aber der Erfolgt gibt ihr Recht. Seit mehr als 30 Jahren ist Conny im Verein unterwegs, erst selbst als aktive Schwimmerin, später als Trainerin. Und im Laufe der Zeit half sie vielen kleinen Talenten auf die Sprünge. Neben der jüngeren Wettkampfgruppen schlägt ihr Herz sehr für die schwimmerische Grundausbildung – aus den jährlichen Schwimmkursen ist sie einfach nicht wegzudenken. Ganz besonders am Herzen liegt ihr dabei die Umsetzung des „Seepferdchen Guides“ – auf dem Weg zum sicheren Schwimmer in Sachsen-Anhalt hat sie unzählige Stunden motiviert und mit viel Leidenschaft und Engagement am Beckenrand verbracht. Und auch abseits des Wassers unterstützt sie seit Jahren den Verein, ist bei Veranstaltungen als Betreuer dabei und im Schwarzlichttheater als Unterstützerin dabei. Der Harzer Schwimmverein ohne Conny? Undenkbar! Und das wohlgemerkt alles noch neben ihrer Berufstätigkeit, Haushalt und zwei Kindern, die natürlich auch quasi in der Schwimmhalle groß geworden sind. Danke Conny für dein Ehrenamt! Die Auszeichnung hast du wirklich verdient.

In der Kategorie Jung im Ehrenamt möchten wir Aurel Mamier ehren. Ja, auch Aurels Stimme ist in der Schwimmhalle alles andere als still, aber die Herzen der Kinder (und die Ohren) erobert er im Sturm. Aurel hat seine Laufbahn als Schwimmer begonnen – erst im Schwimmkurs, dann ist er selber geschwommen. Mittlerweile steht er selber als Übungsleiter am Beckenrand. Dabei bringt er den Kindern nicht nur Schwimmen bei, sondern auch Teamgeist und Spaß an der Bewegung. Und das nicht nur als Übungsleiter. Er ist auch abseits des Wassers aktiv und u.a. einer der führenden Köpfe im Schwarzlichttheater. Bei allen Veranstaltungen ist er dabei und das immer mit viel Spaß und Freude. Ob beim Tag der Vereine, dem Schwarzlichttheater, Erlebniswochenende, dem Zeltwochenende, Aktionen wie Kunst trifft Leerstand in Blankenburg oder auch in den Ferienfreizeiten – Aurel ist eine feste Größe und widmet einen Großteil seiner Freizeit dem Harzer Schwimmverein 2002 und dem Ehrenamt hier. Damit bereichert er unseren Verein ungemein und agiert auch als Vorbild für jüngere Schwimmer, die sich auch vermehrt einbringen.

Nun aber kommen wir zu einem wirklich stillen Helfer, der in der Kategorie Sponsor geehrt wird. Im ersten Moment klingt dies nach Geld, aber es ist nicht Geld, das Falko Schärfe und seine Frau in unseren Verein einbringen. Nein, es ist Tatkraft, gepaart mit Ideenreichtum und tatkräftiger Unterstützung. Die Tätigkeiten sind vielfältig - so werden Requisiten für das Schwarzlichttheater gebastelt oder Kostüme für diverse Aktionen wie das Mittelalterwochenende oder die Schwarzlichtgruppe genäht – ganz oft tragen die Materialkosten dabei die beiden selbst. Falko agiert auch als Fotograf bei Vereinsveranstaltungen und erfasst das Vereinsleben mit seiner Kamera. Zum Verein gekommen sind beide über ihren Sohn Lukas, der erst im Wettkampfbereich schwamm und jetzt in der allgemeinen Sportgruppe dabei ist. Als Verein erleben wir es leider zunehmend, dass wir als Dienstleister gesehen werden und die ehrenamtliche Arbeit auf der ein Verein beruht ignoriert wird. Gerade das Coronajahr hat dies in vielen sozialen Bereichen gezeigt. Oft ist leider auch zu beobachten, dass die Kinder gerne gebracht werden, das aber den Eltern die Zeit oder Lust fehlt sich selbst zu engagieren, oft auch trotz direkter Ansprache und BItte. Umso wichtiger sind Menschen wie Falko Schärfe und seine Frau, die immer im Hintergrund da sind, sich selbst einbringen und die Trainer und Betreuer entlasten.

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